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WM 2018: Es hakt im Getriebe

News Team, 11.06.2018

WM 2018: Es hakt im Getriebe

WM 2018 Auch die deutschen Gruppengegner Mexiko und Schweden sind mit ihren Generalproben unzufrieden. Was beiden Teams zu schaffen macht.

Der Leipziger Yussuf Poulsen (l.) hat die 1:0-Führung der Dänen gegen Mexiko geschossen. (imago/ZUMA Press)
 

BRÖNDBY/GÖTEBORG/SID - Die Mexikaner sind nach dem Wirbel um eine Sex-Orgie aus dem Tritt gekommen, die Schweden strahlen ohne Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic keine Torgefahr aus: Die ersten beiden WM-Gruppengegner von Weltmeister Deutschland haben bei ihren Generalproben ebenfalls Probleme offenbart.

Vor allem Auftaktgegner Mexiko (17. Juni) fliegt mit Sorgen im Gepäck nach Russland. Die Berichte über eine Party der Spieler mit angeblich 30 Escort-Damen scheinen nicht spurlos an der Mannschaft vorbei gegangen zu sein, am Samstagabend verlor „El Tri“ in Bröndby gegen Gastgeber Dänemark 0:2 (0:0).

Stürmer Yussuf Poulsen von RB Leipzig hatte WM-Starter Dänemark mit einem sehenswerten Treffer aus knapp 17 Metern in Führung gebracht (71.). Beim zweiten Gegentor nur drei Minuten später durch Christian Eriksen stellte sich die mexikanische Hintermannschaft bei einem Einwurf kollektiv schlecht an. „Das erste Tor war außergewöhnlich, aber für das zweite gibt es keine Entschuldigung“, kritisiert Nationaltrainer Juan Carlos Osorio: „Wir werden uns verbessern und an den Dingen arbeiten, die wir uns gegen Deutschland vorgenommen haben. Ich glaube, dass wir Chancen haben.“

Doch die Stimmung bei den Mexikanern ist durch die Sex-Affäre ohnehin nicht die beste. Zumindest der Familienfrieden bei Hector Herrera scheint wieder einigermaßen hergestellt zu sein, nachdem der Mittelfeldstar das Trainingslager in Kopenhagen verlassen hatte, um sich mit seiner Gattin auszusprechen. Herrera spielte gegen Dänemark bis zu seiner Auswechslung in der Halbzeitpause ordentlich. „Hector ist glücklich angekommen“, sagte Trainer Osorio: „Ich hielt es für notwendig, dass sie ihre persönliche Situation lösen.“

Gegen Dänemark durfte der Frankfurter Carlos Salcedo auf der rechten Abwehrseite ran. Sein Klubkollege Marco Fabian wurde zur Halbzeit eingewechselt, der ehemalige Leverkusener Torjäger Chicharito kam nach einer Stunde ins Spiel. Bei den Dänen standen Poulsen und der künftige Dortmunder Thomas Delaney in der Startelf. Bei den Schweden ist die Stimmung nach dem Rücktritt des alles überstrahlenden Ibrahimovic zwar prächtig, doch dem Team geht die Torgefahr ab. Beim 0:0 am Samstag in Göteborg gegen WM-Teilnehmer Peru blieb das Team um den Leipziger Spielmacher Emil Forsberg zum zweiten Mal in Folge torlos.

Nach der misslungenen Generalprobe beschwichtigte Schwedens Trainer Janne Andersson: „In Freundschaftsspielen probiert man eben andere Wege aus“. Die gerade verstummten Diskussionen über Ibrahimovic dürften dennoch wieder losgehen. Der Starstürmer hatte erst am Wochenende für seinen US-Verein LA Galaxy zwei Tore geschossen. „Unsere Defensive ist unser großes Plus, wir müssen aber noch mutiger den Ball nach vorn spielen“, sagte Forsberg: „Aber das wird kommen. Die Weltmeisterschaft wird Spaß machen.“

Auf der Gegenseite konnte sich der Peruaner Paolo Guerrero nach der Aussetzung seiner Dopingsperre in 90 Minuten einspielen. Deutschlands letzter Gruppengegner Südkorea testet am Montag gegen den Senegal.

Emil Forsberg

Schwedischer Nationalspieler


Quelle:MZ


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