SV Grün-Weiß Wörlitz e.V.

Jessen sicher: Nichts ist unmöglich!

News Team, 14.02.2020

Jessen sicher: Nichts ist unmöglich!

TREBITZ/MZ Jessen öffnet die psychologische Trickkiste: Der Verein hat vorm Pokalspiel beim Cupverteidiger in Trebitz - Anstoß ist am Samstag um 13 Uhr - eine Umfrage gestartet. „Das ist ein Gag“, sagt Sebastian Müller. Der Abteilungsleiter trägt für den Spaß die Verantwortung und hat immerhin 61 Fans (Stand: Donnerstagnachmittag) zum Abstimmen bewegen können. Und davon sind sich 66 Prozent sicher: Nichts ist unmöglich! Dabei fehlt die Stimme von Müller. „Ich kann selber nicht abstimmen“, sagt er. Natürlich traue er seiner Elf etwas zu. „Aber wir sind krasser Außenseiter“, so der Experte.

Neuauflage des Finals

Zuletzt standen sich beide Teams beim Endspiel 2019 gegenüber. Trebitz gewann das Finale in Jessen 5:0. Jetzt ist das eine Partie der Ausscheidungsrunde. Die Jessener wirken aber deutlich stabiler als vor zwölf Monaten, und haben eine solide Herbstrunde gespielt. „Unser Ziel bleibt der Aufstieg in die Landesklasse“, so Müller, der sich über unnötige Punktverluste ärgert. Auch die Vorbereitung auf die Rückrunde lief - zumindest ergebnistechnisch - nicht optimal. „Wir haben uns bewusst für starke Gegner entschieden. Resultate spielen dabei keine Rolle“, sagt Müller. Sein Team hat sich in der Winterpause verstärkt. Keeper Tim Hyna ist aus Zahna zum Meisterschaftskandidaten gewechselt.

Auch die Platzherren haben in der Winterpause einen Neuen begrüßen können. Tom Nitzschke kommt aus Pretzsch zur SG 1919 Trebitz. „Er präsentiert sich nicht schlecht“, sagt Trainer Matthias Kleffe, der die Gäste sehr ernst nimmt. Der Experte verweist auf die guten Ergebnisse der Jessener im Sommer gegen Landesligisten. Und selbst im Landeswettbewerb hat Jessen Rot-Weiß Weißenfels voll gefordert. „Im Pokal ist alles möglich“, sagt Kleffe, der aber eine Überraschung unbedingt verhindern will. „Wir wollen wieder ins Finale“, sagt der Übungsleiter.

Aber Priorität habe der Kampf um den Klassenerhalt. Und da sind die Trebitzer nach einer starken Hinrunde auf einem guten Weg. Die Formkurve zeigte aber zuletzt nach unten. „Wir hatten Personalprobleme“, sagt Kleffe. Die Vorbereitung mit Trainingslager verlief gut - nur das Wetter hat in den vergangenen 14 Tagen manchen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch deshalb freuen sich die Trebitzer eine Woche vor dem Rückrundenstart in der Landesliga auf die Generalprobe. „Das ist ein richtig guter Test, in dem es auch um etwas geht“, so Kleffe.

Verband sperrt den Platz

Aber warum wird in Trebitz gespielt? Schließlich gilt die Regel: Die unterklassige Mannschaft hat Heimrecht. In Jessen allerdings ist der Rasenplatz nicht bespielbar. Darüber hinaus hat der Kreisfachverband den Nebenplatz in Jessen für das Pokalspiel gesperrt, das Punktspiel gegen Pretzsch kann Jessen aber am 22. Februar hier ausgetragen. „Wir erwarten beim Pokal mehr Zuschauer“, so Andre Göricke. Der Spielausschusschef nennt sicherheitsrelevante Aspekte als Grund


Quelle:MZ