SV Grün-Weiß Wörlitz e.V.

Lok lockt 430 Zuschauer

Presse Team, 31.07.2020

Lok lockt 430 Zuschauer

Lokales

Lok lockt 430 Zuschauer

Letzte taktische Anweisungen von Grün-Weiß-Trainer Stefan Neuberg an Caciel-Angelo Schönebeck (Mitte) und Patrick Pfeifer vor ihrer Einwechslung. (Boris Canje)

Der Leipziger Denis Jäpel (verdeckt von Piesteritzer Dennis Marschlich) verlädt den Piesteritzer Keeper Robin Busse beim Strafstoß und erzielt in diesem Testspiel den 0:6-Endstand. Damit kam Jäpel innerhalb von drei Minuten (81. und 84.) zu zwei Treffern. (Boris Canje)

 

Wenn der Lok-Flügelflitzer Gabriel Boakye am Ball war, brachte das Gefahr für das Piesteritzer Tor. (Boris canje)

VON BORIS CANJE

WITTENBERG/MZ Ein zwar einseitiges, aber dennoch kurzweiliges Testspiel haben die 430 Zuschauer am Mittwochabend im Volkspark Piesteritz gesehen. 0:6 gewann der 1. FC Lokomotive Leipzig gegen den FC Grün-Weiß Piesteritz.

Aus Sicht der Platzherren ist dies dennoch ein durchaus achtbares Ergebnis, denn schließlich traf der Verbandsligist auf ein Regionalligateam, das nur knapp und zwar nur um ein Auswärtstor den angestrebten Aufstieg in die 3. Bundesliga verpasste. Grün-Weiß-Trainer Stefan Neuberg schickte seine Mannen mit der Bemerkung, „Das ist ein normales Fußballspiel mit etwas mehr Zuschauern“, aufs Feld. Nach den 90 Minuten schätzte er ein: „Gegen einen so starken Gegner bin ich mit der Leistung zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir etwas zu viele Treffer kassiert. Das, was wir uns vorgenommen haben, wurde aber umgesetzt.“

Bis zur 16. Minute

Wer vor dem Anpfiff dachte, es wird wieder ein munteres Toreschießen für die Blau-Gelben (gegen den Ortsrivalen Olympia hatten sie 11:0 gewonnen), der sah sich getäuscht. Von Beginn an machten die Gäste viel Druck, ließen die Piesteritzer kaum aus ihrer eigenen Hälfte. Dabei ging die meiste Gefahr von den schnellen Außenspielern aus. Doch spätestens in Strafraumhöhe stand die Grün-Weiß-Abwehr zunächst wie ein Bollwerk. Zumindest bis zur 16. Minute, als Djamal Ziane das 0:1 erzielte.

Doch auch wer glaubte, nun sei der Bann für die Lok gebrochen, sah sich getäuscht. Aus einem Torefestival wurde erst einmal nichts, obwohl es mehrere Chancen gab. Aber auch die Gastgeber hatten ihre Möglichkeiten, so nach einem Eckball in der 25. Minute, bei dem der Leipziger Keeper Jannes Tasche blitzschnell reagierte und so einen Piesteritzer Treffer verhinderte. In der 30. Minute machte es dann erneut Ziane besser und es stand 0:2. Das 0:3 fiel dann fünf Minuten später aus einem Gewühl im Strafraum heraus durch ein Eigentor. Der vierte Treffer ging dann auf das Konto von Gabriel Boakye. Das war auch der Pausenstand.

Bis hier zeigte sich schon, trotz der läuferischen Überlegenheit der Gäste dachten die Grün-Weißen nicht an Aufgabe, sondern setzten sich tapfer zu Wehr. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht viel. Doch zunächst waren weitere Tore Fehlanzeige. Auch die Piesteritzer hatten dabei ihre Möglichkeiten. Sie scheiterten jedoch am schnell reagierenden Gäste-Keeper Jannes Tasche oder an der guten Lok-Verteidigung. So blieb es trotz des eindeutigen Spielstandes auch in der zweiten Hälfte weiterhin spannend.

Spannung bleibt

Nach wie vor ging große Gefahr von den schnellen Außenspielern der Lok aus. Ein Ball von ihnen kam dann zu Denis Jäpel, der mit einem straffen Schuss das 0:5 (80.) erzielte. Fünf Minuten später wurde ein Lok-Spieler im Strafraum gefoult. Der Unparteiische Julius Weiser (Zahna-Elster) überlegte nicht lange und zeigte auf den Punkt. Diese Chance ließ sich erneut Jäpel nicht entgehen und erhöhte auf 0:6.

Auf beiden Seiten kamen übrigens alle auf dem Spielbericht stehenden Akteure zum Einsatz. Und beide Trainer nahmen noch auf dem Platz eine erste Analyse vor. Dann ging es in die Kabinen.

Für die Piesteritzer Kicker wird es am 14. August ernst. Dann reist das Team zum Punktspielauftakt nach Gardelegen.

Stefan Neuberg

Grün-Weiß-Trainer


Quelle:MZ