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Jessen zahlt Lehrgeld vorm Neuanfang

Presse Team, 04.07.2024

Jessen zahlt Lehrgeld vorm Neuanfang

Jessen zahlt Lehrgeld vorm Neuanfang

Ein Top-Platz ist in der Landesklasse geplant.

JESSEN/MZ. Lange wurden sie am Leben gehalten und hatten rein rechnerisch die Chance, den Klassenerhalt zu meistern. Doch schlussendlich herrschte bereits mehrere Spieltage vor Schluss die Gewissheit, dass der SV Allemannia 08 Jessen als erste Mannschaft der Fußball-Landesliga als Absteiger feststeht und zur kommenden Saison in der Landesklasse antreten wird. Das ist ein harter Schlag, der sich jedoch im Verlauf der Saison bereits angedeutet hat. Dafür gibt es mehrere Gründe. Erfolg beim Derby in Elster Im Volksmund ist bereits bekannt, dass die zweite Saison eines Aufsteigers meist schwerer wird als die erste. Das mussten die Männer aus Jessen von Anfang an auf die harte Tour lernen. Wieder mit dem Ziel Klassenerhalt gestartet, war man in Jessen auch von Beginn an realistisch. Zwar sah der Start mit einer unglücklichen Niederlage gegen Arnstedt und dem 3:2-Auswärtssieg beim Lokalrivalen Elster noch gut aus, jedoch riss danach der Faden komplett ab. „Das Spiel gegen Elster war schon ein kleines Highlight der Saison“, erklärt Sebastian Müller, der Abteilungsleiter in Jessen. Ab Spieltag drei wurden die Highlights aber immer weniger. Viele Verletzte, wenig Spielglück und teilweise auch ein Mangel an der nötigen Qualität sorgten dafür, dass bis zur Winterpause nur noch ein Sieg und ein Unentschieden erzielt werden konnten. Besonders ärgerlich waren da die Niederlagen gegen die Konkurrenz aus Kleinmühlingen und Gräfenhainichen, die die Situation im Abstiegskampf immer weiter verschärften. Sieben Punkte aus elf Spielen standen dann den Allemannen zu gute, bevor es in die fast vier Monate lange Winterpause ging. Auch wenn die Zeit lang war und für die Regeneration gut genutzt werden konnte, gingen die Probleme zum Rückrundenstart weiter. Spitzenreiter besiegt Vier Niederlagen hagelte es gleich und ließ die Abstiegssorgen immer größer werden. Nach dem Sieg gegen den damaligen Tabellenführer Zerbst kam noch einmal Hoffnung auf, aber spätestens nach dem Unentschieden gegen Kleinmühlingen war die Messe gelesen. Die letzten drei Spieltage merkte man dann, dass die Luft ein wenig raus war. Zweimal 0:6 und einmal 0:7 trübten ein wenig das Bild einer doch aufopferungsvollen Mannschaft. „Im Gesamten ist der Abstieg kein Nackenschlag, es hat sich abgezeichnet“, verrät Müller. Positiv stimmt ihn dabei besonders die Kaderstruktur. Denn die Mannschaft bleibt in großen Teilen vor dem Neuanfang zusammen. Ein neuer Stürmer aus Wittenberg findet den Weg nach Elster und an der Seitenlinie gibt es einen Wechsel. Sebastian Müller befindet sich aktuell noch in Gesprächen, hat aber genug Vertrauen in seine Jungs und sieht deshalb keinen Bedarf an Neuzugängen. Julius Sahr, der vorher Trainer in der zweiten Mannschaft war, übernimmt zur neuen Saison hin gemeinsam mit Ingo Kilian als Co. das Traineramt. Er bekommt in seiner ersten Saison direkt eine hohe Zielvorgabe. In der Landesklasse, die in den nächsten Tagen ihre Einteilung bestätigt bekommt, will man in Jessen gleich wieder unter die Top drei. „Gräfenhainichen ist für mich Favorit, und auch Coswig hat eine starke Mannschaft, aber wir wollen trotzdem vorne angreifen“, blickt Müller nach vorn.


Quelle:MZ